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descriptionBeine
Bindegewebsschwäche, Bewegungsmangel und Übergewicht verändern die Venen gefährlich. Krampfadern entstehen und Gewebe kann absterben.
descriptionUltraschallgerät
Dicke, schmerzende Beine, Besenreiser und Krampfadern sind typische Zeichen für Venenprobleme. Mit Ultraschall erkennt der Arzt, was die Ursache ist.
descriptionKastanien
Schwache Venen kann man stärken – von innen und außen, mit Heilpflanzen, Enzymen, Wasseranwendungen und speziellen Druckverbänden.
descriptionInfusionskanüle
Große Schnitte sind nicht mehr nötig: Verödungsschaum, Stripping, Laserstrahl oder Radiowellen lassen kranke Venen verschwinden.
descriptionSportschuhe schnüren
Bewegung, Abnehmen und öfter mal die Beine hochlegen – diese Maßnahmen helfen, eine Venenerkrankung zu vermeiden oder ihr Fortschreiten hinauszuzögern.
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Chirurgische Maßnahmen: Venen ziehen oder narbenfrei veröden

Wenn Bewegung, Kneipp-Anwendungen, venentonisierende Präparate und Kompressionsstrümpfe die Beschwerden nicht lindern können, kommen ein minimal-invasiver Eingriff, eine Verödung oder Operation in Betracht. Das gilt vor allem dann, wenn sich bereits Schwellungen und Hautveränderungen gebildet haben.

Im Überblick



Verödung verschließt die Venen

Die Verödung (Sklerosierung) ist eine gute Therapiemöglichkeit für kleine Krampfadern oder Besenreiser. Durch das Einspritzen eines Verödungsmittels – flüssig oder als Schaum – in kleine oberflächliche Gefäße wird eine Gefäßentzündung erzeugt, die zum Verschluss des Gefäßes führt. Eine anschließende Kompressionsbehandlung ist wichtig für den Behandlungserfolg.
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Venen-Stripping: Die Stammvene wird entfernt

Eine gängige Methode zur Entfernung von Stammvenenkrampfadern ist das Venen-Stripping in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) oder Vollnarkose. Zunächst werden an der Stammvene zuführende Venen abgebunden. Dann wird die Vene auf eine Sonde aufgefädelt und anschließend mitsamt der Sonde herausgezogen. Wie bei allen anderen Verfahren ist auch nach der Venenoperation eine gute Kompression über mehrere Wochen nötig. Während beim Veröden die erkrankte Stammvene erhalten bleibt, wird sie beim Venen-Stripping entfernt – und damit auch die Krampfadern-Ursache. Allerdings bringt auch die Operation nicht immer lebenslange Heilung. In bis zu 30 Prozent der Fälle entstehen später wieder neue Krampfadern in den Umgehungskreisläufen.
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Minimal-invasiv defekte Venenabschnitte lahmlegen

Die nachfolgenden minimal-invasiven Verfahren unterscheiden sich von der klassischen Operation vor allem dadurch, dass die kranken Stammvenen nicht entfernt, sondern von innen verschlossen werden. Nach den bisher vorliegenden Studien können beide Verfahren Venenerkrankungen ebenso effektiv behandeln wie das klassische Venen-Stripping-Verfahren.

Endovenöse Lasertherapie:
Eine dünne Quarzglasfaser wird ausgehend vom Innenknöchel in die Vene bis zur Leiste bzw. zur insuffizienten Venenklappe unter Ultraschallkontrolle vorgeschoben. Über diese Lichtleitfaser wird ein Laserstrahl geschickt, der am Ende der Faser austritt. Dadurch entsteht an der Laserspitze eine Temperatur von mehreren Hundert Grad. Das Laserlicht und der Blutfarbstoff Hämoglobin interagieren, Hitzeblasen entstehen. Beim allmählichen Zurückziehen der Laserfaser wird die Stammvene deshalb von innen nach und nach durch viele kurze Laserimpulse verschlossen. Die Vene verschließt sich und wird innerhalb eines Jahres komplett abgebaut. Die endovenöse Lasertherapie ist nicht einsetzbar, wenn die Venen verästelt oder zu sehr geschlängelt sind oder der Patient eine erhöhte Blutgerinnungsneigung hat. In etwa 10 Prozent der Fälle öffnet sich die behandelte Vene innerhalb von fünf Jahren wieder.

Radiofrequenzobliteration: Schnell wieder auf den Beinen
Die ambulante Methode ähnelt der endovenösen Lasertherapie. Über eine Nadel wird die Stammvene punktiert und ein spezieller dünner Katheter mit ausfahrbaren Elektroden an der Spitze über die Nadel unter Ultraschallkontrolle in die kranke Vene bis zur Leiste vorgeschoben. Die Katheterspitze – und indirekt auch die Gefäßinnenwand – werden durch einen Hochfrequenzgenerator, der Radiowellen aussendet, auf etwa 85 Grad Celsius aufgeheizt. Die Hitze führt dazu, dass die behandelte Vene nach und nach während der Behandlung verklebt und schließlich abgebaut wird. Wird eine flüssige örtliche Betäubung (Tumeszenzlösung) um die Vene herum eingespritzt, dann bildet diese ein Hitzeschild. Dadurch werden Gewebs- und Nervenschädigungen sowie eine Pigmentierung in der darüber liegenden Haut verhindert. In etwa 10 Prozent der Fälle öffnet sich die behandelte Vene innerhalb von fünf Jahren wieder.
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Beine eincremen
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Wieder schöne Beine: mit der Verödung werden kleine Krampfadern oder Besenreiser schnell unsichtbar.
Beinvenenoperation
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Beim Venen-Stripping werden erkrankte Stammvenen entfernt. Allerdings können später erneut Krampfadern entstehen.